Monthly Archives: August 2013

Prag quadratisch – ein Kalender

Wie angekündigt folgt nun hier der zweite Teil meiner Prag-Reise. Am zweiten Tag klingelte der Wecker sehr früh, denn es stand ein morgendlicher Fotoausflug zur Karlsbrücke an. Leider war der eindrucksvolle Sonnenaufgang und der Nebel, der über der Moldau aufsteigt uns nicht vergönnt, aber nichtsdestotrotz haben wir uns in dieser Sache nicht beirren lassen. Mit der Rolleicord bewaffnet habe ich ein wenig stille Morgenatmosphäre einfangen können. Die sonst so von Touristen bevölkerte Brücke mussten wir uns hierbei nur mit wenigen Menschen, darunter großteils übrig gebliebenem Partyvolk, teilen.

Aus diesen Bildern entstand ein Kalender für das Jahr 2014, den ich wieder über den Verlag Calvendo veröffentlicht habe und der via Amazon sowie unter Angabe der ISBN über jede beliebige Buchhandlung zu beziehen ist.

Hier die Formate, ISBN-Nummern und zugehörigen Preise:

Format ISBN Preis
DIN A5 Tisch 19,90 €
DIN A4 Wand 21,90 €
DIN A3 Wand 32,90 €
DIN A2 Wand 54,90 €

Einige Bestell-Links:

http://www.calvendo.de/galerie/prag-praha-prague/?sesid=100681553100878807100370741&s=prag&pcat=0&cat=0&

http://www.amazon.de/Prag-Praha-Prague-Wandkalender-2014/dp/3660268615/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1377766039&sr=8-6&keywords=prag+praha+prague

Die „Blick ins Buch“-Möglichkeit auf Amazon stellt die Bilder in sehr niedriger Auflösung dar und auf 16 Farben reduziert. Die Qualität ist jedoch wesentlich besser. Um das zu verdeutlichen, hier einige Beispielbilder:

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In den Straßen von Prag

Vor ein paar Wochen waren wir in Prag. Es war ein relativ spontaner Entschluss, ursprünglich auch von Dresden aus als Tagestrip geplant, dann aber kurzfristig auf zwei Tage und somit eine Übernachtung verlängert. Der Grund dafür ist, dass wir nicht zum ersten Mal in Prag waren und die Zeit zum fotografieren dort eigentlich immer zu kurz ist. Erst recht wenn man weiß, dass noch eine zwei- bis dreistündige Heimfahrt durch die tschechische Provinz am selben Tag ansteht. Und die Entscheidung war gut. Es war extrem heiß und schwül, so das wir froh waren, nicht hetzen zu müssen und einfach hier und da mal bei einem leckeren hopfenhaltigen Kaltgetränk die Seele baumeln lassen zu können…

Prag ist für mich schwarz-weiß. Die Stadt ist so klassisch und rau, dass ein SW-Film in meinen Augen geradezu alternativlos ist. Zumindest für meine Art der Fotografie. Ich habe also ganz den klassischen Straßenfotografen simuliert, mit Leica und Kodak TriX habe ich mich durch die Touristen und die vielen kleinen Straßen der Altstadt treiben lassen, auf der anderen Seite der Moldau Aussichtspunkte erklommen (okay okay, per Seilbahn) und diese zeitlose Stadt auf mich wirken lassen.

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Am nächsten Morgen, gegen fünf, klingelte dann der Wecker, denn wir waren fest entschlossen, die Karlsbrücke im Sonnenaufgang zu fotografieren. Das Wetter machte uns in Sachen Sonne zwar einen Strich durch die Rechnung, aber ergebnislos blieb dieser Morgen trotzdem nicht. Es entstand dabei nämlich wieder ein Kalender, den ich über den Verlag Calvendo publizieren werde. Dazu aber ein anderes Mal mehr…

Regattabahn 2 – ein Projekt

Wie  ich ja schon an früherer Stelle ( http://www.bullebaerchens-bilderwelten.de/blog/regattabahn-1-ein-projekt/) berichtet habe, arbeite ich derzeit an einem längerfristigen Projekt, mit dem ich für mich selbst überprüfen möchte, wie unterschiedlich meine Fotoergebnisse mit unterschiedlichen Kameras ausfallen. Im krassen Gegensatz zum Ansatz des letzten Beitrages in dieser Reihe, der Fotografie mit dem Smartphone, steht der heutige. Ich war wieder an der Regattabahn unterwegs, diesmal jedoch mit einer Kodak Folding Pocket Kamera aus dem Jahr 1898. Das gute Stück habe ich auf einem Flohmarkt vor einigen Monaten günstig geschossen und zuhause entdeckt, dass die üblichen Mittelformatfilme des Typ 120 hineinpassen, auch wenn sie für diese Filme eigentlich nicht gemacht ist. Die Toleranzen der aus Holz gefertigten Kamera sind aber so großzügig, dass die Spulen bequem Platz finden. Also stand fest, das wird mein zweiter Kandidat für dieses Projekt.

Durch die Beschränkung auf 8 Bilder pro Film fotografiere ich ruhiger mit dieser Kamera, aber auch der Blick für Motive ändert sich. Während es mit dem Handy eher die etwas schrägen, schrulligen Ansichten waren, die sich wie von selbst aufgedrängt haben, sind es mir der Kodak eher ruhige Motive, Landschaftsansichten, Stillleben… Aber seht selbst und vergleicht.

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Dresden, Sommer anno…

…2013. Eine Woche Urlaub geht so schnell rum. Erst recht, wenn man so viel erlebt und so viele Eindrücke sammelt, wie ich es vor zwei Wochen konnte. Angefangen von einer wunderschönen Hochzeit im Harz über einen Tagestrip nach Dresden bis zu zwei genialen Tagen in Prag. Zu dem einen oder anderen später noch mehr, an dieser Stelle soll es um Dresden gehen. Ich war nun schon ein paar Mal in der Stadt und doch finde ich die Altstadt immer wieder faszinierend, extrem beeindruckend und fotogen. Und wenn man im Sommer einen Wochentag nutzt, dann halten sich sogar die unvermeidlichen Touristenmassen in Grenzen. Das ich die Architekturfotografie mag, ist wohl kein Geheimnis. Diesmal allerdings in Farbe, nicht wie gewohnt monochrom. Also einen Drogeriefilm in die Leica geladen und los. Das Objektiv, ein versenkbares 50/2.0 gibt den Bildern eine tolle Farbanmutung. Fast könnte man denken, ich habe hier in der Bildbearbeitung nachgeholfen, aber das ist nicht der Fall. Lediglich eine Tonwertkorrektur, Beschneidung der Ränder und Ausrichtung der Bilder, mehr habe ich im Großen und Ganzen nicht gemacht.

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Wenn ich an dieser Stelle mal einen Tipp für den filminteressierten Fotografen geben darf: Lasst Euch nicht von den „Abzügen“, die Ihr im Drogeriemarkt bekommt abschrecken. Seht sie eher als Contactsheet, für ca. 0,01€ pro Bild ist das zu verschmerzen. Diese Bilder dienen aber meiner Erfahrung nach wirklich nur als grobe Orientierungshilfe, denn sowohl die meist gruselige Farb“korrektur“ sowie der Beschnitt der Bilder kann einen schon mal verzweifeln lassen, nur um beim Scannen der Negative festzustellen, dass doch alles wesentlich besser aussieht. Am Selbstscannen der Negative führt meines Erachtens kein Weg vorbei, wenn man das Potenzial seiner Bilder nicht verschenken will. Sicher treffen meine Dresdenbilder farblich nicht jedermanns Geschmack. Eine Farbkorrektur wäre einfach gewesen, passt für mich aber nicht zu dem Tag, wie ich ihn persönlich erlebt habe. Auf jeden Fall habt ihr in der Postproduction alle Möglichkeiten offen, Eure Bilder nach Eurem Geschmack zu bearbeiten. Viel davon verschenkt man, scannt man nur die (schlechten) Abzüge.