Monthly Archives: September 2013

Henrichshütte Teil 1

Der London-Aufenthalt liegt hinter uns, die Arbeit hat wieder begonnen, der Alltag hat uns zurück. Das ist auf der einen Seite bedauerlich, auf der anderen lässt es wieder Zeit zum Träumen vom nächsten Urlaub. Und es ist ja auch nicht so, dass wir hier im Ruhrgebiet arm an Foto-Hotspots wären…

Industriekultur war mal wieder angesagt, die Frage war nur: Wo? Zollverein? Nicht schon wieder… Zeche Zollern in Dortmund? Ganz schön weit dafür, dass da im Moment Baustelle ist und man nicht überall rein kommt. Da kam uns die Henrichshütte in Hattingen in den Sinn. Kleiner als Zollverein, aber nicht minder spannend. Es wirkt alles nicht so „clean“, so extrem auf Kunst und Kultur getrimmt, wie es auf Zollverein inzwischen teilweise ist. Hier darf alter Stahl noch fröhlich rosten und die Natur sich ihren Platz zwischen Hochofen und Zechendampflok zurückholen. Dadurch, dass der Eintritt ins LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen einen (sehr angemessenen) Preis kostet, ist es dort auch nicht so übervoll mit Gelegenheitsausflüglern gewesen. Ich konnte also in aller Ruhe mit der Rolleicord durch die Anlage streifen und mich der Dokumentation der imposanten Anlagen widmen. Die Ergebnisse davon, die zeige ich Euch jetzt hier. Viel Spaß beim Betrachten.

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London calling Teil III – in black and white

Auch dieses Wochenende kommt wieder ein Beitrag zum Thema London. Diesmal nun endlich die SW-Bilder. Vorher ein paar Worte zum benutzten Equipment: Ich hatte mir von Anfang an vorgenommen, mit leichtem Fotogepäck zu reisen. Erstens wollte ich gern die Kameras ins Handgepäck nehmen können, der Transport im Aufgabegepäck hätte mich wohl doch davon abgehalten, den Flug genießen zu können. Zum zweiten ist es so, dass ich oft die Erfahrung gemacht habe, wie schön man sich diverse Motive zuhause ausmalt, wenn man sie mit dieser und jener Kamera macht. Ob man dann während des Aufenthalts selbst aber gewillt ist, die (oft schwere) Ausrüstung mit sich zu schleppen, das ist eine ganz andere Frage. So habe ich mich bewusst gegen Mittelformat entschieden und mich auf zwei leichte, kompakte 35mm Kameras (und die Polaroid) beschränkt. Die Farbbilder auf Portra von der letzten Woche entstanden mit einer Olympus OM2n mit 50/1.4 Objektiv. Eine der kleinsten und für mich genialsten Spiegelreflexkameras, die es gibt. Schwarzweiß habe ich mit meiner für mich recht neuen Contax TVS fotografiert. Eine extrem hochwertige Kompaktkamera mit einem moderaten Zweifachzoom und tollem Zeiss Sonnar Objektiv. Die Kamera hat mich als leichte, praktische Reisekamera voll überzeugt und sogar ihre recht deutliche Vignettierung im Weitwinkelbereich macht sich auf den meisten Bildern eher sympathisch bemerkbar als störend. Dazu kommt, dass sie leise und unauffällig ist und man damit oftmals nicht wirklich ernst genommen wird, was vielen Leuten die Skepsis nimmt, wenn man mal Dinge oder Szenen fotografiert, die für den normalen Touristen vielleicht etwas untypisch sind.

So, nun aber viel Spaß mit den SW-Bildern auf Kodak TriX…

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London calling Teil II – in color

Zum Sonntag Abend präsentiere ich den nächsten Schwung meiner London-Bilder. Zuerst die auf Farbfilm. Genauer gesagt habe ich die folgenden Impressionen auf Kodak Porta 400 eingefangen, ein wunderbarer Film, dessen cremige Farbtöne ich liebe! Ich freue mich, dass Ihr mich hiermit auf diesem Streifzug begleitet und wünsche viel Spaß dabei!

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London calling

Nun sind wir also wieder hier. Oha, wie lange hatten wir uns diesen Urlaub vorgenommen. Geplant, organisiert, vor-ge-freudet und dann ging es wie immer alles viel zu schnell vorbei. Schon saßen wir wieder im Flieger, sahen die englische Küste unter uns verschwinden und kurz darauf waren wir wieder fest in deutscher Hand. Aber Fotos und Erinnerungen bleiben und da das hier eben halt ein Fotoblog ist, möchte ich einige davon mit Euch teilen.

Unsere Unterkunft hatten wir in Whitechapel, dem Stadtteil in Londons Osten, der durch Jack the Ripper zu Weltruhm gelangt ist, zwischendurch Arbeiterviertel und graue Schmuddelecke wurde und heute auf dem Weg zum Hipsterparadies ist. Ein faszinierender, niemals stillstehender Stadtteil. Aus der Haustür nach links und wir fanden uns auf einer Art asiatischem Basar wieder. Überall roch es nach Essen, Verkaufsstände zogen sich die Straße entlang, Männer mit langen Bärten und Frauen in Burkas wuselten umher. Wir hatten jedoch immer das Gefühl, dass über allem ein Hauch dieser britischen Höflichkeit hing. Man fühlte sich immer sicher und wohl.

Aus der Tür hinaus und nach rechts ging es direkt ins besagte, angesagte Viertel. Rund um die Bricklane wird man von Cafés, Retroshops, Secondhand-Läden und Used-Book-Stores regelrecht überrollt. Und es war toll. Beigel Bake, der legendäre Bagelshop wird seinem Ruf absolut gerecht, die Dinger sind sensationell und das etwas kühle Ambiente mit den weißen Fliesen, einfachen Glasregalen und Leuchstoffröhren an der Decke erinnert zwar leicht an ein Kühlhaus, ist aber auch ungemein sympathisch. Da der Laden 24 Stunden / 7 Tage die Woche offen hat, ist hier immer was los.

In der ehemaligen Brauerei des Viertels, der Truman Brewery, haben sich Gastronomie, einige Clubs und ein sagenhafter Plattenladen angesiedelt. Alles in allem ein Viertel voll junger, hipper Menschen. Hier fiel ich mit meinen analogen Kameras natürlich kaum auf. (Bis auf ein nettes Gespräch mit einem Amerikaner, der von meiner Polaroid SX70 hin und weg war.) Und eben diese Kamera ist nun auch für die ersten Bilder verantwortlich, die ich Euch zeigen möchte. Natürlich sind auch Farb- und Schwarzweißbilder auf klassischem Kleinbildfilm entstanden, mit deren Aufbereitung ich aber ein paar Tage warten werde, weil ich sie gestern und heute im Laufe einer stundenlangen Scanorgie digitalisiert habe (mit Hilfe von alkohol-, koffein- und teeinhaltigen Getränken) und von denen ich jetzt erstmal etwas Abstand gewinnen muss. Bis dahin viel Freude mit den etwas schrägen, aber von mir heißgeliebten Ergebnissen meiner Polaroid-Tour durch Whitechapel und Spitalfields.

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