Monthly Archives: Oktober 2013

Tiger and Turtle

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Wir haben im Ruhrgebiet nicht nur Industrie, auch die Kunst kommt bei uns nicht zu kurz und nistet sich, da schließt sich der Kreis, gern dort ein, wo die Industrie sich zurückzieht. Letzte Bastion der Schwerindustrie ist hier Duisburg, alle anderen Städte haben sich von Kohle und Stahl weitgehend zurückgezogen.

Aber auch in Duisburg sind die goldenen Zeiten vorbei, Werke machen dicht, Halden werden grün. Und auf eben solch einer Halde entstand im Rahmen von Ruhr2010 die Skulptur Tiger and Turtle. Einer Achterbahn nachempfunden wirkt das Kunstwerk schon von weitem sehr elegant und irgendwie fremd. Nähert man sich dann zu Fuß auf dem Weg die Halde hoch wird deutlich, dass das ganze Ding bestiegen werden kann. Es handelt sich im Prinzip um eine gewundene Treppe aus Stahl und bietet von oben eine tolle Aussicht auf die umliegende Industrie, die Wohnviertel und den Rhein. Bei meinem Besuch stand aber weniger die Umgebung, als viel mehr Tiger and Turtle selbst im Mittelpunkt meines Fotointeresses. Das ganze Gebilde wirkt sehr filigran und von seiner Umwelt getrennt irgendwie abstrakt. Das macht für mich den Reiz aus und das war es, was ich in meinen Schwarzweißbildern festhalten wollte.

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Schwarzweiße Impressionen

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Eben jene waren Ziel eines Wochenend-Spontanausfluges. Ich habe das Glück, nur wenige Autominuten vom ehemaligen Familiensitz der Familie Krupp entfernt zu wohnen. so dass ich diese Gelegenheit des öfteren nutze. Diesmal bin ich mit der Leica durch den Park gestreift, der Sonntag morgens kurz nach der Öffnung noch fast komplett menschenleer war. Der Park ist wunderbar, wenn man einfach einmal spazieren gehen möchte, eine kleine Oase der Ruhe mitten im Ballungsgebiet Ruhrpott. Die Villa selbst ist auch zu besichtigen, sie beherbergt eine Ausstellung über die Familie Krupp und die Firma sowie Gemälde und (wenn ich richtig informiert bin) eine Wechselausstellung. Außerdem finden dort regelmäßig klassische Konzerte statt. Den Gang durch die Gebäude habe ich mir dieses Mal allerdings gespart, weil ich eh nur einen ISO100 Film in der Kamera hatte, den ich wegen eines aufgeschraubten Gelbfilters auch noch wie ISO50 belichtet habe. Also nicht gerade ideale Bedingungen für Innenraumaufnahmen.

Ich möchte Euch gern auf einen Rundgang durch den Park mitnehmen und wünsche Euch somit jetzt viel Spaß bei den folgenden Bildern!

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Henrichshütte Teil 2

Wie schon hier geschrieben, habe ich im letzten Henrichshütte-Beitrag nicht alle Bilder dieses schönen Tages untergebracht. Während ich im ersten Teil die Industrie-Impressionen untergebracht habe, widmet sich dieser Teil den auf dem Gelände abgestellten Schienenfahrzeugen.

Die Eisenbahn gehört selbstverständlich zur Hochindustrie. Viele Entwicklungen hätten ohne sie nicht stattfinden können, die gigantischen Mengen an Rohstoffen, Abfällen und Fertigprodukten wären ohne ein Transportsystem wie die Eisenbahn nie auch nur denkbar gewesen. Auch die hunderttausende Menschen, die einst im Ruhrgebiet in der Stahl- und Kohleindustrie tätig waren, waren auf die Bahn angewiesen. Die Route Industriekultur ist sich dieser enormen Bedeutung bewusst und lässt dem historischen Erbe Eisenbahn genug Raum.

Es ist schon faszinierend, die Lokomotiven, Waggons und Triebwagen auf dem Gelände zu sehen, wie sie sich in einer Art Dämmerschlaf befinden, die Natur sich hier und da Teile zurückerobert und trotzdem, nach all den Jahren Stillstand viele der Fahrzeuge noch diesen klassischen Geruch verströmen, eine Mischung aus Stahl, Rost, Öl und noch vielem mehr. Das ist schwer zu beschreiben, das muss man wohl einfach mal gerochen haben.

Ich wanderte also zwischen den abgestellten Fahrzeuge entlang, fand spannende Details und imposante Porträts und diese möchte ich Euch jetzt hier zeigen. Also viel Spaß!

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Das Hohe Venn

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Wenn einen die Reiselust aber auch einmal packt…

Am 3. Oktober haben wir den freien Tag genutzt und sind relativ spontan früh morgens aufgebrochen, um Deutschland für ein paar Stunden zu verlassen. Belgien war unser Ziel, genauer gesagt das Hohe Venn. Diese wunderschöne und raue Hochmoorgegend erreicht man über die Eifel, am Städtchen Monschau vorbei und schon kurz hinter der Staats-grenze findet man sich auf einem Hochpleateu etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel wieder. Der Wald weicht hier ziemlich plötzlich einer windigen Ebene. Vereinzelte Bäume gibt es noch, doch links und rechts der Straße erstreckt sich schon bald das berühmte Moor. Touristisch ist die Gegend sehr gut erschlossen, denn außer einem Wanderparkplatz und einigen gut beschilderten Rundwegen braucht der Naturfreund ja nicht viel. Und beides haben wir (mit kurzer Vorabrecherche im Internet) auch auf Anhieb gefunden. Bei unserer Ankunft kämpfte sich die Sonne gerade über die Bäume und das Licht wurde immer goldener. Zusammen mit den herbstlichen Pflanzen ein faszinierendes Feuerwerk aus Rot- und Orangetönen. Der Pfad durch das Moor führt in weiten Teilen über Holzstege, um die hochempfindliche Natur nicht mehr als nötig zu belasten. Das Wandern über diese hölzernen Pfade macht das Ganze gleich noch einmal spannender, denn an manchen Ecken ist das Holz leicht moosig oder etwas morsch, so dass ein Blick nach unten hin und wieder empfehlenswert ist. Das trübt jedoch das Wandervergnügen keinesfalls, denn so geht man wenigstens mit offenen Augen durch diese faszinierende, urtümliche Landschaft, der man ihre frühere Ausbeutung durch den Torfabbau kaum noch ansieht.

Ungewöhnlich für mich, habe ich diese Serie in Farbe fotografiert, weil die Farben wie erwähnt einen Großteil des Reizes ausmachen und außerdem schlicht und einfach beeindruckend waren. In diesem Sinne viel Spaß beim Anschauen der folgenden Bilder!

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