Monthly Archives: März 2014

Rot-Grün-Schwäche

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Geht es nur mir so, oder habt auch ihr für bestimmte Städte bestimmte Farben im Kopf? Das mag jetzt seltsam klingen, aber bei mir ist das so. Denke ich an London, assoziiere ich das mit Rot. Bei New York ist es für mich Gelb und bei Paris… Ja, bei Paris war ich fest der Meinung, die Stadt sei für mich Grün.

Als ich nun da war, hat sie mich aber eines Besseren belehrt. So sehr ich auch versucht habe, grüne Farbtupfer zu fotografieren; es wäre darauf hinausgelaufen, dass ich eine Serie von ein paar Laternen und einigen Metro-Eingängen zusammenbekommen hätte. Sicher, das kann schön sein, ist jedoch eher nichts, womit man andere begeistern oder zumindest erfreuen kann. Jedenfalls nicht nach der siebten Laterne…

Also habe ich mich entschlossen, mich treiben zu lassen und mir von der Stadt zeigen lassen, welche Farbe sie gern trägt. Und siehe da, es ist ebenfalls Rot geworden. Nun gut, das hat mich zugegebenermaßen überrascht, aber man kann nix erzwingen und wenn Paris rot sein will, dann ist es halt eben Rot. Viel Spaß beim Betrachten der Bilder. Lasst doch mal hören, welche Farben Ihr welchen Städten zuordnet…

PS: Voilá, ein Metro-Eingang ist ja nun doch dabei… 😉

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PARIS 2.0

Mir ist von mehreren Seiten zu Ohren gekommen, dass die Slideshow auf Youtube nicht die optimale Präsentationsform sei, unter anderem weil man die Verweildauer beim einzelnen Bild nicht selbst festlegen kann und aus noch ein paar Gründen mehr. Also habe ich mich doch entschlossen, die Bilder hier als Galerie anzubieten. So kann jeder ganz individuell einzelne Bilder ganz in Ruhe anschauen (oder auch übergehen) 😉

Sollte jemand Interesse an einem Abzug haben (natürlich dann ohne Copyrightsymbol im Bild), lasst es mich einfach wissen…

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P A R I S

Mitte März war es endlich soweit – Paris stand auf dem Plan. Im Januar hatten wir uns relativ spontan entschieden, der Stadt der Liebe und der Lichter mal einen Besuch abzustatten und dank dem allwissenden Internet waren kurz darauf Wohnung und Tickets gebucht. Nachdem wir im September ja schon London unsicher gemacht hatten, war ich nun sehr gespannt, was Paris zu bieten hatte. Natürlich kannte ich, wie wohl jeder, die vielen Bilder der Stadt, die einem in Filmen, Werbung und Printmedien immer wieder vor Augen geführt werden. Auch die klassischen Streetfotos der großen Meister wie Cartier-Bresson, Erwitt und dergleichen waren mir natürlich ein Begriff. Umso gespannter war ich, ob die Stadt all das zu halten vermochte, was diese Bilder, die sich über die Jahre im Kopf festgesetzt hatten, versprachen – die Vorstellung, Paris zu kennen, ohne je da gewesen zu sein.

Gleich vorweg: Teilweise war das der Fall, teilweise nicht. Paris ist für deutsche Reisende wohl oft erstmal ein Kulturschock. Die Stadt ist laut, chaotisch und nicht unbedingt an allen Ecken besonders sauber. Auch die viel gepriesene Romantik vermisst man hier und da. Teilweise ist das durch die Touristenmassen bedingt, die sich durch die Straßen schieben, teilweise aber auch ganz natürlich, denn in einer Hauptstadt bleibt die Zeit nicht stehen und wir leben (leider) nicht mehr in den wilden 20er Jahren… An vielen Ecken hat die Stadt sich ihren Charme allerdings auch bewahrt.

Der Vorteil der Fotografie ist, dass man durch Bildwinkel, Brennweite, eigenen Standpunkt und nicht zuletzt durch späteren Beschnitt der Fotos Unerwünschtes gut ausblenden kann und sich so vielleicht im Nachhinein noch ein wenig das Bild der Stadt im eigenen Kopf zurechtrückt. Denn auch die großen Namen in der Fotografiegeschichte haben das ja nicht anders gemacht. Viele der Eindrücke, die einem beim Namen Paris sofort in den Sinn kommen, sind ja nur die Ideen, die andere schon hatten und der Nachwelt durch ihre Sicht der Dinge vermittelt und überliefert haben. Unschöne Ecken gab es sicherlich zu jeder Zeit, man hat sie nur einfach schon damals nicht gezeigt.

Auf jeden Fall ist es nicht übertrieben zu sagen, dass man Paris wohl einfach einmal gesehen haben muss. Und wenn man die Jugendstileingänge zur Metro sieht, morgens in einem Straßencafé sitzt und sein Croissant isst oder nachts unter dem glitzernden Eiffelturm steht, dann hat man sich wohl auch schnell wieder mit dem Trubel und dem Lärm versöhnt und ist doch noch in der Stadt, die man aus dem Kino kennt.

Um diese beiden Medien, Film und Fotografie ein wenig zu verbinden, habe ich mir diesmal eine etwas andere Art der Präsentation ausgesucht, als gewöhnlich. Ich habe eine kleine Slideshow erstellt und freue mich, wenn Ihr mich jetzt auf meinem Streifzug durch die französische Hauptstadt begleitet.

Obscura Digitalis…

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Zurück zu den Anfängen der Fotografie… In den letzten Jahren habe ich mich ja hauptsächlich der analogen Fotografie zugewandt, um ein wenig weg zu kommen vom unkontrollierten Bilderhype und auch, um mich mit der traditionellen Technik der Fotografie zu befassen.

Wer den Schritt hin zur filmbasierten Fotografie aber nicht wagen kann oder möchte (sei es aus Zeitmangel oder wieso auch immer) der hat auch mit einer Digitalkamera die Möglichkeit, sich abseits der ausgetretenen Pfade von immer besseren, schärferen Objektiven zu bewegen und sich auf andere Dinge zu fokussieren, als Megapixel, Vergütungen und Mikrokontrast. Für kleines Geld gibt es für nahezu jede Wechselobjektivkamera, sei es spiegellos oder ganz klassisch an der DSLR, Pinhole-Vorsätze. Meist nicht dicker als ein Objektivdeckel bringen einen diese kleinen Dinger ganz an den Anfang der Fotografie und verwandeln jede Digicam in eine Camera Obscura.

Meist hat so ein Pinhole-Vorsatz einen Blendenwert von f/80 oder kleiner, so das hier unbedingt vom Stativ gearbeitet werden muss. Selbst an sonnigen Tagen liegen die Belichtungszeiten gerne mal um 1/2 bis 1 Sekunde. Scharfstellen kann man mit diesen Teilen nicht, das ist aber auch gar nicht nötig, weil durch das Wesen der Pinholefotografie und das Fehlen jeglicher Linsen die Schärfe automatisch vom Vorder- bis in den Hintergrund reicht. Wobei „Schärfe“ in diesem Fall relativ ist, denn die Bilder haben einen sehr weichen Charakter, fast schon wie Traumbilder, neblig, leicht verschwommen. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus. Technische Perfektion steht hier ganz weit hinten an. Die Entstehungsweise des Bildes und seine Einzigartigkeit sind dafür umso deutlicher.

Ich war heute morgen unterwegs am See, der Nebel trug viel zur Stimmung bei. Die Sonne kämpfte sich schon langsam durch und bis auf ein paar wenige Freizeitsportler war wieder einmal nichts los. Die Bilder entstanden mit einer Olympus Pen E-P1 und wurden in Lightroom nur in Schwarzweiß umgewandelt und bereinigt, denn bedingt durch die kleine Blende wird jedes Staubteilchen auf dem Sensor extrem deutlich sichtbar.

Viel Freude beim Anschauen!

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