Posts in Category: Locations

Typisch Ruhrgebiet…

…was ist das eigentlich? Früher wäre die Antwort klar gewesen, Kohle, Stahl und Fußball. Aber heute ist es mehr. Es ist beeindruckende Architektur, es ist Natur, die sich Flächen zurückerobert, es ist schwere Technik, es ist die neue Nutzung alter Gebäude.

Es sind aber auch die Menschen, die hier leben und auch die, die hier herkommen, um die Veränderung zu bestaunen.
Und an manchen Ecken, da ist es auch noch Kohle und Stahl.

Und natürlich Fußball

Ruhrgebiet-11

Ruhrgebiet1-8

Ruhrgebiet1-7

Ruhrgebiet1-5

Ruhrgebiet1-6

Ruhrgebiet-12

Ruhrgebiet1-4

Ruhrgebiet1-3

Ruhrgebiet1-2

Ruhrgebiet1-1.

The Shard – Die Scherbe

Direkt am ersten Abend in London stand eines der Highlights des diesjährigen Urlaubs an: Ein Besuch der Aussichtsterasse des Shards.

Pünktlich zum diamantenen Kronjubiläum der Queen, am 5. Juli 2012 wurde der Shard als neuester der Londoner Wolkenkratzer eingeweiht. Er ist mit 310 Meter das zweithöchste Gebäude Europas und das höchste in der EU.
Auf 232 Metern Höhe liegt die Aussichtsplattform, von der aus dem Besucher die Stadt zu Füßen liegt. Zum Sonnenuntergang dort oben zu sein und zu sehen, wie immer weniger Licht in der Straßenschluchten fällt, während weiter draußen die Hochhäuser von Canary Wharf golden leuchten, ist etwas besonderes und wirklich beeindruckend.
Schon die Fahrt mit dem Aufzug bis zur Plattform ist ein Erlebnis, denn während man sanft nach oben gleitet, läuft Londons Stadtgeschichte um einen herum auf Monitoren an allen vier Wänden der Kabine sowie an der Decke ab.

Die tatsächliche Größe von London kann man vom Shard aus erahnen, denn in alle vier Himmelsrichtungen erstreckt sich ein Häusermeer soweit das Auge reicht. Man kommt sich hier oben so winzig vor, wie die Passanten, Züge und Busse 232 Meter unter den eigenen Füßen.

Als Tipp für Fotografen möchte ich anmerken, dass die Benutzung eines Polfilters ratsam ist. Die Aussichtsetagen sind rundherum verglast und ein solches Filter verhindert Spiegelungen im Glas. Ansonsten hilft nur, die Linse so nah wie möglich an die Scheiben zu bringen und eventuell einfallende Reflexionen mit den Händen abzuschirmen.

Es mag nicht ganz billig sein, diese Aussicht zu genießen, aber es lohnt sich allemal.

The Shard-1

The Shard-2

The Shard-3

The Shard-4

The Shard-5

The Shard-6

The Shard-7

Der Pulsschlag aus Stahl…

Lange nichts mehr passiert hier im Blog. Und lange nicht mehr auf Zollverein fotografiert. Wurde dringend mal wieder Zeit für beides. Das unbeständige Wetter gestern lieferte ja genug Möglichkeiten für Stimmungsbilder jeglicher Art und das Abendlicht hat es dann tatsächlich belohnt, sich aufgerafft zu haben.

Das Gelände dann fast menschenleer vorzufinden, das war noch das Sahnehäubchen.

Manchmal braucht man Inspiration, um fotografieren zu gehen.
Und manchmal muss man fotografieren gehen, um die Inspiration wiederzufinden.

Dein Grubengold hat mich wieder hochgeholt – Danke Zollverein…

zollverein_kl-2

zollverein_kl-1

zollverein_kl-3

zollverein_kl-5

zollverein_kl-6

zollverein_kl-7

zollverein_kl-8

zollverein_kl-9

zollverein_kl-10

zollverein_kl-11

zollverein_kl-12

zollverein_kl-13

zollverein_kl-14

zollverein_kl-15

 

Der Knabe im Moor…

Seit ich im vergangenen Jahr das erste Mal das Hohe Venn besucht habe, stand für mich fest, in diese faszinierende und einzigartige Landschaft nahe der deutsch-belgischen Grenze zurückzukehren. Der Herbst schien mir dafür die ideale Jahreszeit. Ich hoffte auf Sonne, die durch Nebelbänke bricht, Spinnweben im morgendlichen Gegenlicht und faszinierende Farben im Anbruch des Tages.

Was davon blieb, war der Nebel. Der allerdings sehr hartnäckig. Die Hoffnung auf Sonne verflüchtigte sich sehr schnell und genauso schnell war ich dankbar, mich für die Mitnahme des Stativs entschieden zu haben. Der ISO 100 Film in der guten alten Kiev88 hätte mich sonst schon beim ersten Bild weiter hinter die Grenzen des Machbaren geführt.

Der Nebel aber, der machte die Situation auf seine Weise besonders und unvergesslich. Er schluckte jedes Geräusch, hüllte die ganze Hochebene in ein unwirkliches Licht und man fühlte sich unwillkürlich zurückversetzt in die Zeit, als das Moor noch etwas unheimliches war, etwas in dem Legenden spukten und vor dem die Menschen zumindest Respekt, wenn nicht gar Angst hatten.

Dieses Gefühl vermittelt sehr schön das Gedicht „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff, mit dessen erster Strophe ich meine Bilder gern einleiten möchte. Und damit wünsche ich auch viel Spaß beim Anschauen…

O, schaurig ists, übers Moor zu gehn,
Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
Sich wie Phantome die Dünste drehn
Und die Ranke häkelt am Strauche,
Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
Wenn aus der Spalte es zischt und singt –
O, schaurig ists, übers Moor zu gehn,
Wenn das Röhricht knistert im Hauche!

hohes_venn_farbe1-1

hohes_venn_farbe1-2

hohes_venn_farbe1-3

hohes_venn_farbe1-4

hohes_venn_farbe1-5

hohes_venn_farbe1-6

hohes_venn_farbe1-7

hohes_venn_farbe1-8

hohes_venn_farbe1-9

hohes_venn_farbe1-10

hohes_venn_farbe1-11

Ich liebe Flohmärkte…

…das dürfte soweit kaum jemanden überraschen. Habe ich doch in den letzten Jahren viele meiner Kameras auf ebensolchen gefunden. Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem ich nicht nach lohnenswerten Märkten in der näheren oder zur Not auch weiteren Entfernung Ausschau halte. Doch der Flohmarkt, um den es in diesem Beitrag geht, ist einzigartig.

Das fängt schon damit an, dass er gar nicht als Flohmarkt bezeichnet wird, sondern den stolzen Titel „Raritätenbörse Ruhrgebiet“ trägt. Und zwar zu Recht! Auf dem Gelände der Zeche Carl in Essens Norden findet dieser Markt einmal im Jahr statt. Der Zeitraum der dort angebotenen Stücke spannt sich von etwa 1900 bis in die 1980er Jahre und schon der erste Eindruck beim Betreten des Geländes ist irgendwie überwältigend. Alte Blechschilder, Apothekerflaschen, Radios, Comics… alles was sich der Vintage-Liebhaber vorstellen kann (oder auch nicht) wird hier angeboten.

Man darf hier natürlich nicht auf Superschnäppchen hoffen, dafür kennen die Verkäufer den Wert Ihrer Ware einfach zu gut. Dafür bekommt man aber oft Dinge, von denen man auf manch anderem Markt nur träumen kann.

Mit einer Kamera, die ich ebenfalls auf einem Flohmarkt gefunden habe, meiner Olympus OM2n, habe ich das Gelände durchstreift und einige Eindrücke mitgebracht. Ich hoffe, sie gefallen Euch so sehr, wie mir der Markt gefallen hat.

Raritaetenboerse-1

Raritaetenboerse-2

Raritaetenboerse-3

Raritaetenboerse-4

Raritaetenboerse-5

Raritaetenboerse-6

Raritaetenboerse-7

Raritaetenboerse-8

Raritaetenboerse-9

Raritaetenboerse-10

Raritaetenboerse-11

Raritaetenboerse-12

Raritaetenboerse-14

LaPaDu in SW

Reichlich kryptisch mutet meine Überschrift heute vielleicht an, es erklärt sich jedoch alles, wenn man weiß, das LaPaDu die Abkürzung für den Landschaftspark Duisburg Nord ist, von dem ich schon im letzten Beitrag einige (digitale, farbige) Bilder gezeigt habe. Heute zeige ich nun die analogen. Entstanden mit meiner Canonet QL17 auf Kodak TriX und zur Kontrasterhöhung mit einem Hoya Rotfilter. Ohne große Worte, viel Spaß beim anschauen…

LaPaDu_kl-1

LaPaDu_kl-2

LaPaDu_kl-3

LaPaDu_kl-4

LaPaDu_kl-5

LaPaDu_kl-6

LaPaDu_kl-7

LaPaDu_kl-8

LaPaDu_kl-9

LaPaDu_kl-10

LaPaDu_kl-11

Wie vor 100 Jahren…

…präsentiert sich die Altstadt von Langenberg, gelegen zwischen Essen und Wuppertal. Eine Region, die eigentlich nicht gerade für ihre Fachwerkarchitektur bekannt sein dürfte und von den meisten außerhalb NRW´s wohl eher als Kohlenpott abgetan wird. Doch das ist ein Klischee und Langenberg (neben anderen schönen kleinen Städtchen) beweist es.

Eigentlich bin ich höchst selten mit zwei Kameras unterwegs. Einerseits weil ich es nicht mag, ständig hin und her zu wechseln und andererseits, weil ich meist schon vor einem Ausflug weiß, ob ich in Kleinbild- oder in Mittelformatstimmung bin, um mich mal auf diese beiden Varianten zu beschränken. Diesmal hatte ich aber sowohl in der Rolleicord als auch in meinem kleinen Flohmarktfund Olympus Mju 1 noch je einen angefangenen Film und wie es der Zufall so wollte, handelte es sich in beiden Fällen um Kodak TMax100. Also bin ich mit beiden Kameras nach Langenberg. Ich muss sagen, die Ergebnisse des Films, den ich jeweils in Rodinal 1:50 entwickelt habe, überzeugen mich in beiden Formaten. Wunderbare Tonwerte, sehr erträgliches Korn und schöne Grauabstufungen.

Ich zeige Euch hier eine Auswahl dieses Ausfluges, jeweils ein paar aus beiden Kameras. Viel Spaß dabei!

langenberg_blog-01

langenberg_blog-02

langenberg_blog-03

langenberg_blog-04

langenberg_blog-05

langenberg_blog-06

langenberg_blog-07

langenberg_blog-08

langenberg_blog-09

langenberg_blog-10

langenberg_blog-11

Obscura Digitalis…

baldeney_pin_kl-1

Zurück zu den Anfängen der Fotografie… In den letzten Jahren habe ich mich ja hauptsächlich der analogen Fotografie zugewandt, um ein wenig weg zu kommen vom unkontrollierten Bilderhype und auch, um mich mit der traditionellen Technik der Fotografie zu befassen.

Wer den Schritt hin zur filmbasierten Fotografie aber nicht wagen kann oder möchte (sei es aus Zeitmangel oder wieso auch immer) der hat auch mit einer Digitalkamera die Möglichkeit, sich abseits der ausgetretenen Pfade von immer besseren, schärferen Objektiven zu bewegen und sich auf andere Dinge zu fokussieren, als Megapixel, Vergütungen und Mikrokontrast. Für kleines Geld gibt es für nahezu jede Wechselobjektivkamera, sei es spiegellos oder ganz klassisch an der DSLR, Pinhole-Vorsätze. Meist nicht dicker als ein Objektivdeckel bringen einen diese kleinen Dinger ganz an den Anfang der Fotografie und verwandeln jede Digicam in eine Camera Obscura.

Meist hat so ein Pinhole-Vorsatz einen Blendenwert von f/80 oder kleiner, so das hier unbedingt vom Stativ gearbeitet werden muss. Selbst an sonnigen Tagen liegen die Belichtungszeiten gerne mal um 1/2 bis 1 Sekunde. Scharfstellen kann man mit diesen Teilen nicht, das ist aber auch gar nicht nötig, weil durch das Wesen der Pinholefotografie und das Fehlen jeglicher Linsen die Schärfe automatisch vom Vorder- bis in den Hintergrund reicht. Wobei „Schärfe“ in diesem Fall relativ ist, denn die Bilder haben einen sehr weichen Charakter, fast schon wie Traumbilder, neblig, leicht verschwommen. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus. Technische Perfektion steht hier ganz weit hinten an. Die Entstehungsweise des Bildes und seine Einzigartigkeit sind dafür umso deutlicher.

Ich war heute morgen unterwegs am See, der Nebel trug viel zur Stimmung bei. Die Sonne kämpfte sich schon langsam durch und bis auf ein paar wenige Freizeitsportler war wieder einmal nichts los. Die Bilder entstanden mit einer Olympus Pen E-P1 und wurden in Lightroom nur in Schwarzweiß umgewandelt und bereinigt, denn bedingt durch die kleine Blende wird jedes Staubteilchen auf dem Sensor extrem deutlich sichtbar.

Viel Freude beim Anschauen!

baldeney_pin_kl-2

baldeney_pin_kl-3

baldeney_pin_kl-4

baldeney_pin_kl-5

baldeney_pin_kl-6

baldeney_pin_kl-7

baldeney_pin_kl-8

baldeney_pin_kl-9

baldeney_pin_kl-10

The Cube

cube_blog-0

„The Cube“, sagen die Einen. „Sanaa-Gebäude“ die Anderen. Für manche ist die die Zollverein School of Design, für manche ein Schandfleck.

Ich mag´s. Es ist modern, klar strukturiert, schlicht und einfach, aber doch innovativ. Und es setzt sich sehr positiv von der Backsteinarchitektur der Zeche ab. Das finde ich sehr sinnvoll, denn ein pseudohistorischer Bau, das wäre höchstwahrscheinlich schief gegangen. So hat man jedoch einen weiteren Blickfang auf dem Areal geschaffen, etwas das Interessierte anzieht und (ob positiv oder negativ) auf jeden Fall im Kopf bleibt.

Es hat Essen auch bereits zu internationaler Bekanntheit verholfen, denn hier wurden Szenen für den Wim Wenders-Film „Palermo Shooting“ mit Campino gedreht, der einen bekannten und gefragten Fotografen spielt. In diesen Szenen kommt gut rüber, wie leicht und luftig das Gebäude aussieht, wie hoch manche Decken sind und wie gut es der nackte Beton schafft, im Hintergrund zu bleiben und doch präsent zu sein.

Nach einigen Wochen Foto-Abstinenz hat es mich heute gepackt. Ich habe den schönen Vorfrühlingssonntag genutzt und bin nach Zollverein gefahren, da ich das Gebäude bei meinen bisherigen Streifzügen immer etwas stiefmütterlich behandelt habe. Und so schön die historischen Zechengebäude sind (und das sind sie!), moderne Architektur ist etwas unheimlich tolles und fasziniert mich sehr. Die hoch stehende Wintersonne und die klare Luft waren heute passend, um Kontraste zu bekommen, die ebenso klar sind wie die Linien des Würfels. Ich wünsche somit jetzt viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

cube_blog-1

 

cube_blog-2

 

cube_blog-3

 

cube_blog-4

 

cube_blog-5

 

cube_blog-6

 

cube_blog-7

 

cube_blog-8

 

cube_blog-9

 

cube_blog-10

Am Jahresende zurück zur Natur

fade_blog-4

Fast hätte ich es selbst nicht mehr geglaubt, dass ich noch einen Beitrag zustande bekomme, bevor 2013 ausklingt. Der Dezember ist halt immer sehr vollgepackt, Weihnachten kommt traditionell schneller als man denkt und *schwupps*, knallen die Raketen sowie die Korken und das neue Jahr hat einen in Beschlag. Der Weihnachtsurlaub hat mir nun aber doch noch die Gelegenheit beschert, ein paar Bilder zu machen und ein wenig den Alltag zu vergessen. Vorher möchte ich mich aber kurz bei meinen Lesern, hier und auf Facebook, für ihr Interesse bedanken. Durch meine Facebook-Seite www.facebook.de/pixelbulimie habe ich einige Leser und Betrachter dazugewinnen können und ich hoffe natürlich, dass das im nächsten Jahr weiter geht und ich Euch hier viele, hoffentlich spannende, Fotos von Ausflügen und Reisen zeigen kann. Bis dahin kommt gut ins neue Jahr. Ich hoffe, wir sehen uns dort…

fade_blog-1

fade_blog-2

fade_blog-3

fade_blog-5

fade_blog-6