Posts in Category: Technik

6×6 am See

Fototour mit der guten alten Seagull vom Flohmarkt. Unterwegs an einem nebelverhangenen Tag am See. Es herrschte eine tolle Stimmung, da so gut wie nichts los war. Der Nebel dämpfte alle Geräusche  und die einzigen Töne kamen von den Enten auf dem Wasser  und von den kleinen Wellen, die an den Anleger schwappten. Der Förderturm und das alte Zechenhaus im Wald wirkten fast schon gespenstisch…

 

6x6amSee_05

 

6x6amSee_04

 

6x6amSee_03

 

6x6amSee_02

 

6x6amSee_01

 

6x6amSee_06

 

6x6amSee_07

6x6amSee_08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinter der Horizont…

 

…fängt der Spaß erst an.

Anfang des Monats habe ich eine kleine russische Kamera gerettet. Sie dümpelte hilflos in der elektronischen Bucht und wollte doch nur ein neues Zuhause finden. Das habe ich ihr gegeben. Es handelt sich um eine Panorama-Kamera des Typs Horizont, gebaut irgendwann zwischen Ende der 60er und Mitte der 70er Jahre. Ein eigentümliches Gerät, denn das Objektiv, ein 28mm/2.8, rotiert ca. 120° von links nach rechts und nimmt damit Negative auf Kleinbildfilm auf, die zwar die normale Höhe von 24mm haben, aber 58mm breit sind. Ein tolles Panorama-Format. Ein wenig kritisch ist die Verzerrung. Wenn man die Kamera mit der eingebauten Wasserwaage exakt auf dem Stativ ausrichtet, dann sind alle Linien gerade, ein sauberes, unverzeichnetes Bild entsteht. Ist die Kamera jedoch nur minimal nach oben oder unten geneigt, dann ergeben sich sowas von stürzende Linien…  Das kann gewollt sein oder auch nicht, bei meinem ersten Testfilm, den ich Euch hier zeige, wollte ich beide Extreme mal ausprobieren.

Teilweise haben die Bilder helle, senkrechte Streifen, was daran liegt, dass sich an dieser Stelle das Objektiv ein bißchen zu lnagsam bewegt hat. Das führt zu partiellen Überbelichtungen. Das ist wohl ein bekanntes Problem dieser Kameras, tritt aber bei mir nur unter bestimmten Bedingungen auf. Mal schauen ob ich da was gegen mache/machen lasse.

Das ich die Bilder diesmal in Form einer Galerie präsentiere, hängt mit dem ungewöhnlichen Bildformat zusammen. Mir ist noch keine gute Idee gekommen, wie ich Hoch- und Querformat-Panos anständig hier im Blog präsentiere, deswegen erstmal diese Lösung.

Fazit: Die Kamera macht wirklich Spaß, auch wenn es gestern in den Friemersheimer Rheinauen saukalt war und wir heilfroh waren, als wir wieder im warmen Auto saßen. Ich bin ja sowieso Weitwinkelfan und liebe Panoramen. Die Kamera wird also wohl zum Standardbegleiter werden, wenn ich eh ein Stativ dabei habe. Auch wenn sie mit knapp einem Kilo nicht gerade leicht ist, ist sie immerhin stabil wie ein russischer Panzer.

  • 21-19
  • 20-18
  • 19-17
  • 18-16
  • 16-14
  • 15-13
  • 14-12
  • 12-10
  • 10-8
  • 09-7
  • 06-4
  • 05-3
  • 04-2
  • 03-1

 

 

Meer und mehr

Über zwei Monate hatte ich jetzt einen angefangenen Film in der Rolleicord. Eigentlich ist das nicht meine Art, ich mache Filme gern voll, wenn ich sie einmal angefangen habe. Zum einen, weil ich es meist kaum erwarten kann, zu entwickeln und außerdem, weil ich gern ein Thema oder Motiv pro Film habe. In diesem Fall ging das nur leider nicht, weil es am Strand dermaßen anfing zu regnen, dass ich Angst um meine Kamera hatte, noch dazu bei Wind und Salzwasser… Also eingepackt und den Film erstmal ne Zeit lang in der Kamera vergessen.

Vor kurzem fiel er mir dann wieder ein. Natürlich war ich gespannt, was drauf war, nur mit vier noch ausstehenden Bilden wollte ich ihn nicht zurückspulen. So billig sind die Filme ja nun doch nicht. Also bin ich gerstern im schönsten Winterwetter los und habe ein paar Details einiger Pflanzen fotografiert. So erklären sich auch die auf den ersten Blick zusammenhanglosen Bilder unten.

Noch etwas zur Qualität: Der Film hat die zwei Monate in der Kamera bei wechselnden Temperaturen nicht so gut überstanden, wie ich gehofft habe. Die Bilder sind verrauscht und zeigen starke Helligkeitsunterschiede, wohingegen die neuen von gestern so sind, wie ich sie erwartet habe. Das latente, nicht fixierte Bild auf dem Film ändert sich also recht stark und schnell. Trotdem zeige ich sie hier, weil ich den Effekt nach einigem Überlegen irgendwie mag. Die Bilder wirken für mich uralt, als seien sie um 1900 herum aufgenommen worden. Ich hätte diesen Effekt zwar gern als Option gehabt, nicht als Fakt, vor den der Film mich stellt, aber man kann es sich nicht immer aussuchen.  Da zeigt es sich wieder, dass es doch das Beste ist, zügig zu entwickeln…

 

Unmögliche Vogelscheuchen

Ich habe mich nun auch einmal dem Trend zur Sofortbildfotografie hingegeben. Aber nicht im Sinne von Digitalfotos, sondern eher auf dem klassischen Weg, mit Hilfe der guten alten Polaroid-Kamera und dem nicht ganz so alten Impossible-Sofortbildfilm. Also für teuer Geld ein Pack mit 8 (!!!) Bildern des Typs „Color Shade“ in die SX70 geschoben und nach einem Projekt gesucht. Dabei kam mir der Zufall zuhilfe, als ich gestern an einem Kohlfeld vorbeifuhr, auf dem tatsächlich noch ganz klassische Vogelscheuchen aufgestellt waren. Das war es doch, Porträts dieser dürren, zerlumpten Gestalten. Was das Privatfernsehen kann, kann ich schon lange…

Also heute wieder hin. Das Feld stellte sich als matschiger heraus, als ich es gehofft hatte und auch der Bauernhof war nicht soweit weg, dass ein wütender Landwirt mir mit seinem Schrotgewehr nicht wenigstens heftige Schmerzen hätte zufügen können. Also habe ich mich für die fünf am nächsten stehenden Scheuchen entschieden und diese kurz entschlossen abgelichtet.

Der Film ist noch nicht ganz ausgereift, da Polaroid seine Chemierezepte gut unter Verschluss hält und Impossible ganz von vorn anfangen musste. Nach einer Stunde des geduldigen Wartens (so lange sollte es angeblich dauern, bis die Bilder vollständig ausentwickelt sind) also ein erster Blick und…

Ernüchterung.

Sehr blass waren die Ergebnisse, wenn auch immerhin schön pastellig. Zuerst etwas frustriert habe ich mir dann überlegt, dass doch heute alles Kunst ist, solange man es nur so nennt, also präsentiere ich hier stolz meine fünf Kunstwerke von heute. Wer Prints davon möchte, bitte melden. 🙂