Glückliche Fehler…

Manchmal läuft´s einfach nicht wie geplant. Ich bereite etwas vor, das ich schon lange ausprobieren wollte. Mache Probefotos zuhause um alles zu testen, zu messen und jede nur denkbar Quelle der Unsicherheit auszumerzen.

Kann ja nix mehr schief gehen, denke ich und ziehe los. Suche und finde Motive, male mir aus, wie das ganze wohl endlich entwickelt aussehen wird, wie ich scanne und in welche Richtung die endgültige Bearbeitung gehen soll.

Dann ab nachhause, ungeduldig auf die einbrechende Dunkelheit gewartet, die Chemikalien und Schalen bereitgestellt. Als es endlich soweit ist und ich bei Rotlicht in der Küche stehe – Entsetzen.

Das erste Bild wird direkt schwarz, viel zu lange belichtet. Das zweite auch.

Jetzt bin ich schlauer, denke ich. Nehme das Blatt aus der Brühe, sobald sich erste Schatten abzeichnen. Dann in den Fixierer damit. Anschließend gründlich waschen und trocknen.

Am nächsten Morgen ab auf den Scanner mit den Negativen…

Anders – anders als erwartet, aber interessant. Da lässt sich was draus machen. Invertieren, kleinere Korrekturen, fertig.

Die endgültige Idee für die Präsentation: Negativ und Positiv nebeneinander präsentiert, gespiegelt.
Um es philosophisch zu sehen: Den Anfang (Negativ) und das Ende (Positiv) zusammengerückt.

Übertrieben?

Wahrscheinlich.

🙂

 

Ruhr I

Ruhr II

Ruhr III

Ruhr IV

Voigtländer VAG 9×12 Großformatkamera, Direktnegativ auf Ilford-Fotopapier.


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