P A R I S

Mitte März war es endlich soweit – Paris stand auf dem Plan. Im Januar hatten wir uns relativ spontan entschieden, der Stadt der Liebe und der Lichter mal einen Besuch abzustatten und dank dem allwissenden Internet waren kurz darauf Wohnung und Tickets gebucht. Nachdem wir im September ja schon London unsicher gemacht hatten, war ich nun sehr gespannt, was Paris zu bieten hatte. Natürlich kannte ich, wie wohl jeder, die vielen Bilder der Stadt, die einem in Filmen, Werbung und Printmedien immer wieder vor Augen geführt werden. Auch die klassischen Streetfotos der großen Meister wie Cartier-Bresson, Erwitt und dergleichen waren mir natürlich ein Begriff. Umso gespannter war ich, ob die Stadt all das zu halten vermochte, was diese Bilder, die sich über die Jahre im Kopf festgesetzt hatten, versprachen – die Vorstellung, Paris zu kennen, ohne je da gewesen zu sein.

Gleich vorweg: Teilweise war das der Fall, teilweise nicht. Paris ist für deutsche Reisende wohl oft erstmal ein Kulturschock. Die Stadt ist laut, chaotisch und nicht unbedingt an allen Ecken besonders sauber. Auch die viel gepriesene Romantik vermisst man hier und da. Teilweise ist das durch die Touristenmassen bedingt, die sich durch die Straßen schieben, teilweise aber auch ganz natürlich, denn in einer Hauptstadt bleibt die Zeit nicht stehen und wir leben (leider) nicht mehr in den wilden 20er Jahren… An vielen Ecken hat die Stadt sich ihren Charme allerdings auch bewahrt.

Der Vorteil der Fotografie ist, dass man durch Bildwinkel, Brennweite, eigenen Standpunkt und nicht zuletzt durch späteren Beschnitt der Fotos Unerwünschtes gut ausblenden kann und sich so vielleicht im Nachhinein noch ein wenig das Bild der Stadt im eigenen Kopf zurechtrückt. Denn auch die großen Namen in der Fotografiegeschichte haben das ja nicht anders gemacht. Viele der Eindrücke, die einem beim Namen Paris sofort in den Sinn kommen, sind ja nur die Ideen, die andere schon hatten und der Nachwelt durch ihre Sicht der Dinge vermittelt und überliefert haben. Unschöne Ecken gab es sicherlich zu jeder Zeit, man hat sie nur einfach schon damals nicht gezeigt.

Auf jeden Fall ist es nicht übertrieben zu sagen, dass man Paris wohl einfach einmal gesehen haben muss. Und wenn man die Jugendstileingänge zur Metro sieht, morgens in einem Straßencafé sitzt und sein Croissant isst oder nachts unter dem glitzernden Eiffelturm steht, dann hat man sich wohl auch schnell wieder mit dem Trubel und dem Lärm versöhnt und ist doch noch in der Stadt, die man aus dem Kino kennt.

Um diese beiden Medien, Film und Fotografie ein wenig zu verbinden, habe ich mir diesmal eine etwas andere Art der Präsentation ausgesucht, als gewöhnlich. Ich habe eine kleine Slideshow erstellt und freue mich, wenn Ihr mich jetzt auf meinem Streifzug durch die französische Hauptstadt begleitet.


2 Comments

  1. Antworten
    Thorsten 27. März 2014

    Hallo,
    sehr schöne Bilder. Die konzentration auf Schwarz-weiß gefällt mir hier sehr gut. Wie lange warst du dort? Ich hatte letztes Jahr ein Wochenende und fand es etwas zu kurz.
    Ich finde allerdings Slideshows bei YT nicht so toll. Ich finde die aufgezwungene Zeit pro Bild störend. Mal würde ich gerne länger schauen, mal kürzer.

    Trotzdem schaue ich immer wieder mal gerne bei dir rein.
    Weiter so!

    Gruß
    Thorsten

    • Antworten
      pixelbulimie 29. März 2014

      Wir waren 5 Tage dort. Das war aber angesichts der Fülle an interessanten Orten und Motiven immer noch zu wenig. Ein Wochenende klingt da wie purer Stress. 😉
      Die Stadt mag nicht an allen Ecken und Enden im klassischen Sinne schön sein, aber ein Aufenthalt ist wohl immer lohnenswert!
      Die Slideshow auf YouTube ist auch für mich nicht das erste Mittel der Wahl. Mit dieser Art des Beitrages wollte ich aber erst einmal einen Überblick über einige meiner favorisierten Fotos zeigen, ohne das ganze in eine endlose Galerie ausarten zu lassen. Es kommen zu dieser Reise sicherlich noch mehrere Beiträge, die dann auch wieder in der gewohnten Form daherkommen werden.
      Vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Thomas

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