Ich liebe Flohmärkte…

…das dürfte soweit kaum jemanden überraschen. Habe ich doch in den letzten Jahren viele meiner Kameras auf ebensolchen gefunden. Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem ich nicht nach lohnenswerten Märkten in der näheren oder zur Not auch weiteren Entfernung Ausschau halte. Doch der Flohmarkt, um den es in diesem Beitrag geht, ist einzigartig.

Das fängt schon damit an, dass er gar nicht als Flohmarkt bezeichnet wird, sondern den stolzen Titel „Raritätenbörse Ruhrgebiet“ trägt. Und zwar zu Recht! Auf dem Gelände der Zeche Carl in Essens Norden findet dieser Markt einmal im Jahr statt. Der Zeitraum der dort angebotenen Stücke spannt sich von etwa 1900 bis in die 1980er Jahre und schon der erste Eindruck beim Betreten des Geländes ist irgendwie überwältigend. Alte Blechschilder, Apothekerflaschen, Radios, Comics… alles was sich der Vintage-Liebhaber vorstellen kann (oder auch nicht) wird hier angeboten.

Man darf hier natürlich nicht auf Superschnäppchen hoffen, dafür kennen die Verkäufer den Wert Ihrer Ware einfach zu gut. Dafür bekommt man aber oft Dinge, von denen man auf manch anderem Markt nur träumen kann.

Mit einer Kamera, die ich ebenfalls auf einem Flohmarkt gefunden habe, meiner Olympus OM2n, habe ich das Gelände durchstreift und einige Eindrücke mitgebracht. Ich hoffe, sie gefallen Euch so sehr, wie mir der Markt gefallen hat.

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LaPaDu in SW

Reichlich kryptisch mutet meine Überschrift heute vielleicht an, es erklärt sich jedoch alles, wenn man weiß, das LaPaDu die Abkürzung für den Landschaftspark Duisburg Nord ist, von dem ich schon im letzten Beitrag einige (digitale, farbige) Bilder gezeigt habe. Heute zeige ich nun die analogen. Entstanden mit meiner Canonet QL17 auf Kodak TriX und zur Kontrasterhöhung mit einem Hoya Rotfilter. Ohne große Worte, viel Spaß beim anschauen…

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Abstrakte, bunte Industrie…

Am letzten Wochenende fand im Landschaftspark Duisburg Nord zum ersten Mal in Deutschland die Messe Photo&Adventure statt. Eine Messe rund um Reisen, Outdooraktivitäten und natürlich Fotografie. Und wie sollte es auch anders sein, es zog mich dort natürlich hin. Den Landschaftspark hatte ich sowieso eine ganze Weile nicht besucht, so ließen sich zwei angenehme Dinge also gut verbinden. Während sich der Hauptteil der Messe, Infostände von Reiseunternehmen, Kameraherstellern, Zubehöranbietern usw., in der Gebläsehalle befanden, war auch draußen auf dem Gelände einiges los. Zum Glück verlief sich der doch recht beachtliche Ansturm auf dem riesigen Areal sehr gut, so dass ich problemlos immer wieder Gelegenheiten fand, ungestört zu fotografieren.

Die analogen, in schwarzweiß aufgenommenen Bilder folgen noch. Hier und heute soll es erst einmal um die Bilder gehen, die digital mit der Pentax MX-1 entstanden sind. Hauptsächlich waren dies Details, die die Vergangenheit der riesigen ehemaligen Stahlhütte verdeutlichen sollen. Und somit habe ich mich für diesen Beitrag auch einzig und allein für diese Detailbilder entschieden. Viel Spaß beim anschauen…

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Wie vor 100 Jahren…

…präsentiert sich die Altstadt von Langenberg, gelegen zwischen Essen und Wuppertal. Eine Region, die eigentlich nicht gerade für ihre Fachwerkarchitektur bekannt sein dürfte und von den meisten außerhalb NRW´s wohl eher als Kohlenpott abgetan wird. Doch das ist ein Klischee und Langenberg (neben anderen schönen kleinen Städtchen) beweist es.

Eigentlich bin ich höchst selten mit zwei Kameras unterwegs. Einerseits weil ich es nicht mag, ständig hin und her zu wechseln und andererseits, weil ich meist schon vor einem Ausflug weiß, ob ich in Kleinbild- oder in Mittelformatstimmung bin, um mich mal auf diese beiden Varianten zu beschränken. Diesmal hatte ich aber sowohl in der Rolleicord als auch in meinem kleinen Flohmarktfund Olympus Mju 1 noch je einen angefangenen Film und wie es der Zufall so wollte, handelte es sich in beiden Fällen um Kodak TMax100. Also bin ich mit beiden Kameras nach Langenberg. Ich muss sagen, die Ergebnisse des Films, den ich jeweils in Rodinal 1:50 entwickelt habe, überzeugen mich in beiden Formaten. Wunderbare Tonwerte, sehr erträgliches Korn und schöne Grauabstufungen.

Ich zeige Euch hier eine Auswahl dieses Ausfluges, jeweils ein paar aus beiden Kameras. Viel Spaß dabei!

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Urban black and white

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Nach einigen Wochen, in denen ich hauptsächlich auf Facebook gepostet habe, wird es mal wieder Zeit für einen neuen Blogbeitrag. Köln inspiriert mich. Ich mag die Stadt sehr und so war natürlich eine Kamera dabei, als ich das große Glück hatte, das letzte Wochenende dort verbringen zu dürfen. Herausgekommen sind ein paar klassische Pixelbulimie-Bilder. Harte Schwarzweiß-Kontraste eher abstrakte, graphische Motive. Aber seht selbst… Viel Spaß beim Anschauen!

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Hartelijk welkom in Venlo…

 

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Mal wieder ein bißchen zurück zu den Wurzeln gehend, zeige ich Euch heute ein paar kontrastreiche Schwarzweißmotive. Venlo, direkt an der deutsch/holländischen Grenze gelegen hat mehr als nur Kaffee und Pommes zu bieten. Auch wenn die Innenstadt kein historisches Kleinod ist, so gibt es doch die eine oder andere schöne Straße. Aber auch die moderne Architektur ist in Venlo vertreten, beispielsweise am neu errichteten Yachthafenviertel. Hier findet sich viel Glas und Beton, viele moderne Formen, klare Linien, moderne Strukturen. Das habe ich versucht, mit der Leica auf dem Klassiker Kodak TriX einzufangen. Viel Spaß beim anschauen…

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Schloss Morsbroich

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Eigentlich sollte das hier gar kein Beitrag werden. Eigentlich wollte ich nur die Lichtdichtigkeit eines Magazins meiner neuen Kiev 88 testen. Eigentlich sollten höchstens ein paar der Bilder in diversen Fotogruppen auf Facebook erscheinen.

Eigentlich…

Und dann gefielen mir die Ergebnisse so gut, dass ich mich doch zu einem Blogbeitrag durchringen konnte.

Das Wetter war nicht das beste heute und deshalb war ich ganz froh, mich morgens für einen TMax 100 entschieden zu haben, einen von Kodaks klassischen Schwarzweißfilmen. Dazu noch ein Gelbfilter auf´s 65mm Weitwinkel und auf ging´s. Da ich arbeiten musste, war ich eh schon einmal in Leverkusen, also stand Schloss Morsbroich als Ziel  ziemlich schnell fest.

Das Schloss beherbergt ein Museum für moderne Kunst und ein Restaurant. Als Sehenswürdigkeit an sich wird es seltsamerweise kaum beworben, obwohl es sehr schön ist und einen hübschen kleinen Park und Wald mit altem Baumbestand sein Eigen nennt. Ich bin also ein wenig durch den Park geschlendert und habe folgende Bilder gemacht, die ich Euch jetzt zeigen möchte. Ein wenig düster vielleicht, aber genau das mag ich daran… Ihr auch?

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Rot-Grün-Schwäche

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Geht es nur mir so, oder habt auch ihr für bestimmte Städte bestimmte Farben im Kopf? Das mag jetzt seltsam klingen, aber bei mir ist das so. Denke ich an London, assoziiere ich das mit Rot. Bei New York ist es für mich Gelb und bei Paris… Ja, bei Paris war ich fest der Meinung, die Stadt sei für mich Grün.

Als ich nun da war, hat sie mich aber eines Besseren belehrt. So sehr ich auch versucht habe, grüne Farbtupfer zu fotografieren; es wäre darauf hinausgelaufen, dass ich eine Serie von ein paar Laternen und einigen Metro-Eingängen zusammenbekommen hätte. Sicher, das kann schön sein, ist jedoch eher nichts, womit man andere begeistern oder zumindest erfreuen kann. Jedenfalls nicht nach der siebten Laterne…

Also habe ich mich entschlossen, mich treiben zu lassen und mir von der Stadt zeigen lassen, welche Farbe sie gern trägt. Und siehe da, es ist ebenfalls Rot geworden. Nun gut, das hat mich zugegebenermaßen überrascht, aber man kann nix erzwingen und wenn Paris rot sein will, dann ist es halt eben Rot. Viel Spaß beim Betrachten der Bilder. Lasst doch mal hören, welche Farben Ihr welchen Städten zuordnet…

PS: Voilá, ein Metro-Eingang ist ja nun doch dabei… 😉

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PARIS 2.0

Mir ist von mehreren Seiten zu Ohren gekommen, dass die Slideshow auf Youtube nicht die optimale Präsentationsform sei, unter anderem weil man die Verweildauer beim einzelnen Bild nicht selbst festlegen kann und aus noch ein paar Gründen mehr. Also habe ich mich doch entschlossen, die Bilder hier als Galerie anzubieten. So kann jeder ganz individuell einzelne Bilder ganz in Ruhe anschauen (oder auch übergehen) 😉

Sollte jemand Interesse an einem Abzug haben (natürlich dann ohne Copyrightsymbol im Bild), lasst es mich einfach wissen…

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P A R I S

Mitte März war es endlich soweit – Paris stand auf dem Plan. Im Januar hatten wir uns relativ spontan entschieden, der Stadt der Liebe und der Lichter mal einen Besuch abzustatten und dank dem allwissenden Internet waren kurz darauf Wohnung und Tickets gebucht. Nachdem wir im September ja schon London unsicher gemacht hatten, war ich nun sehr gespannt, was Paris zu bieten hatte. Natürlich kannte ich, wie wohl jeder, die vielen Bilder der Stadt, die einem in Filmen, Werbung und Printmedien immer wieder vor Augen geführt werden. Auch die klassischen Streetfotos der großen Meister wie Cartier-Bresson, Erwitt und dergleichen waren mir natürlich ein Begriff. Umso gespannter war ich, ob die Stadt all das zu halten vermochte, was diese Bilder, die sich über die Jahre im Kopf festgesetzt hatten, versprachen – die Vorstellung, Paris zu kennen, ohne je da gewesen zu sein.

Gleich vorweg: Teilweise war das der Fall, teilweise nicht. Paris ist für deutsche Reisende wohl oft erstmal ein Kulturschock. Die Stadt ist laut, chaotisch und nicht unbedingt an allen Ecken besonders sauber. Auch die viel gepriesene Romantik vermisst man hier und da. Teilweise ist das durch die Touristenmassen bedingt, die sich durch die Straßen schieben, teilweise aber auch ganz natürlich, denn in einer Hauptstadt bleibt die Zeit nicht stehen und wir leben (leider) nicht mehr in den wilden 20er Jahren… An vielen Ecken hat die Stadt sich ihren Charme allerdings auch bewahrt.

Der Vorteil der Fotografie ist, dass man durch Bildwinkel, Brennweite, eigenen Standpunkt und nicht zuletzt durch späteren Beschnitt der Fotos Unerwünschtes gut ausblenden kann und sich so vielleicht im Nachhinein noch ein wenig das Bild der Stadt im eigenen Kopf zurechtrückt. Denn auch die großen Namen in der Fotografiegeschichte haben das ja nicht anders gemacht. Viele der Eindrücke, die einem beim Namen Paris sofort in den Sinn kommen, sind ja nur die Ideen, die andere schon hatten und der Nachwelt durch ihre Sicht der Dinge vermittelt und überliefert haben. Unschöne Ecken gab es sicherlich zu jeder Zeit, man hat sie nur einfach schon damals nicht gezeigt.

Auf jeden Fall ist es nicht übertrieben zu sagen, dass man Paris wohl einfach einmal gesehen haben muss. Und wenn man die Jugendstileingänge zur Metro sieht, morgens in einem Straßencafé sitzt und sein Croissant isst oder nachts unter dem glitzernden Eiffelturm steht, dann hat man sich wohl auch schnell wieder mit dem Trubel und dem Lärm versöhnt und ist doch noch in der Stadt, die man aus dem Kino kennt.

Um diese beiden Medien, Film und Fotografie ein wenig zu verbinden, habe ich mir diesmal eine etwas andere Art der Präsentation ausgesucht, als gewöhnlich. Ich habe eine kleine Slideshow erstellt und freue mich, wenn Ihr mich jetzt auf meinem Streifzug durch die französische Hauptstadt begleitet.