Obscura Digitalis…

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Zurück zu den Anfängen der Fotografie… In den letzten Jahren habe ich mich ja hauptsächlich der analogen Fotografie zugewandt, um ein wenig weg zu kommen vom unkontrollierten Bilderhype und auch, um mich mit der traditionellen Technik der Fotografie zu befassen.

Wer den Schritt hin zur filmbasierten Fotografie aber nicht wagen kann oder möchte (sei es aus Zeitmangel oder wieso auch immer) der hat auch mit einer Digitalkamera die Möglichkeit, sich abseits der ausgetretenen Pfade von immer besseren, schärferen Objektiven zu bewegen und sich auf andere Dinge zu fokussieren, als Megapixel, Vergütungen und Mikrokontrast. Für kleines Geld gibt es für nahezu jede Wechselobjektivkamera, sei es spiegellos oder ganz klassisch an der DSLR, Pinhole-Vorsätze. Meist nicht dicker als ein Objektivdeckel bringen einen diese kleinen Dinger ganz an den Anfang der Fotografie und verwandeln jede Digicam in eine Camera Obscura.

Meist hat so ein Pinhole-Vorsatz einen Blendenwert von f/80 oder kleiner, so das hier unbedingt vom Stativ gearbeitet werden muss. Selbst an sonnigen Tagen liegen die Belichtungszeiten gerne mal um 1/2 bis 1 Sekunde. Scharfstellen kann man mit diesen Teilen nicht, das ist aber auch gar nicht nötig, weil durch das Wesen der Pinholefotografie und das Fehlen jeglicher Linsen die Schärfe automatisch vom Vorder- bis in den Hintergrund reicht. Wobei „Schärfe“ in diesem Fall relativ ist, denn die Bilder haben einen sehr weichen Charakter, fast schon wie Traumbilder, neblig, leicht verschwommen. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus. Technische Perfektion steht hier ganz weit hinten an. Die Entstehungsweise des Bildes und seine Einzigartigkeit sind dafür umso deutlicher.

Ich war heute morgen unterwegs am See, der Nebel trug viel zur Stimmung bei. Die Sonne kämpfte sich schon langsam durch und bis auf ein paar wenige Freizeitsportler war wieder einmal nichts los. Die Bilder entstanden mit einer Olympus Pen E-P1 und wurden in Lightroom nur in Schwarzweiß umgewandelt und bereinigt, denn bedingt durch die kleine Blende wird jedes Staubteilchen auf dem Sensor extrem deutlich sichtbar.

Viel Freude beim Anschauen!

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The Cube

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„The Cube“, sagen die Einen. „Sanaa-Gebäude“ die Anderen. Für manche ist die die Zollverein School of Design, für manche ein Schandfleck.

Ich mag´s. Es ist modern, klar strukturiert, schlicht und einfach, aber doch innovativ. Und es setzt sich sehr positiv von der Backsteinarchitektur der Zeche ab. Das finde ich sehr sinnvoll, denn ein pseudohistorischer Bau, das wäre höchstwahrscheinlich schief gegangen. So hat man jedoch einen weiteren Blickfang auf dem Areal geschaffen, etwas das Interessierte anzieht und (ob positiv oder negativ) auf jeden Fall im Kopf bleibt.

Es hat Essen auch bereits zu internationaler Bekanntheit verholfen, denn hier wurden Szenen für den Wim Wenders-Film „Palermo Shooting“ mit Campino gedreht, der einen bekannten und gefragten Fotografen spielt. In diesen Szenen kommt gut rüber, wie leicht und luftig das Gebäude aussieht, wie hoch manche Decken sind und wie gut es der nackte Beton schafft, im Hintergrund zu bleiben und doch präsent zu sein.

Nach einigen Wochen Foto-Abstinenz hat es mich heute gepackt. Ich habe den schönen Vorfrühlingssonntag genutzt und bin nach Zollverein gefahren, da ich das Gebäude bei meinen bisherigen Streifzügen immer etwas stiefmütterlich behandelt habe. Und so schön die historischen Zechengebäude sind (und das sind sie!), moderne Architektur ist etwas unheimlich tolles und fasziniert mich sehr. Die hoch stehende Wintersonne und die klare Luft waren heute passend, um Kontraste zu bekommen, die ebenso klar sind wie die Linien des Würfels. Ich wünsche somit jetzt viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

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Am Jahresende zurück zur Natur

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Fast hätte ich es selbst nicht mehr geglaubt, dass ich noch einen Beitrag zustande bekomme, bevor 2013 ausklingt. Der Dezember ist halt immer sehr vollgepackt, Weihnachten kommt traditionell schneller als man denkt und *schwupps*, knallen die Raketen sowie die Korken und das neue Jahr hat einen in Beschlag. Der Weihnachtsurlaub hat mir nun aber doch noch die Gelegenheit beschert, ein paar Bilder zu machen und ein wenig den Alltag zu vergessen. Vorher möchte ich mich aber kurz bei meinen Lesern, hier und auf Facebook, für ihr Interesse bedanken. Durch meine Facebook-Seite www.facebook.de/pixelbulimie habe ich einige Leser und Betrachter dazugewinnen können und ich hoffe natürlich, dass das im nächsten Jahr weiter geht und ich Euch hier viele, hoffentlich spannende, Fotos von Ausflügen und Reisen zeigen kann. Bis dahin kommt gut ins neue Jahr. Ich hoffe, wir sehen uns dort…

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Und mal wieder Zollverein…

Heute war ich auf meiner Lieblingszeche, dem guten alten Weltkulturerbe Zollverein. Nicht primär zum Fotografieren, sondern vielmehr zum Schnuppern und Anregungen holen. Dort fand gestern und heute nämlich zum 14. Mal die Naturfotomesse Weltblicke statt. Neben grandiosen Dia-Multivisions-Vorträgen (ich habe mir die Show eines Schweizers angeschaut, der seit 11 Jahren jeden Sommer mit Grizzlybären in Alaska verbringt) gab es auch ein paar Herstellerstände, auf denen man die neuesten Kameras und Objektive bewundern und auch benutzen durfte. Ich habe mir hier mal einen kleinen Eindruck über aktuelle Digitalkameras verschaffen können.

Das kam mir auch sehr gelegen, da ich selbst mit einer unterwegs war, nämlich der Olympus PEN E-P1. Eine für digitale Verhältnisse mit vier Jahren recht betagte Kamera, die aber mit 12 Millionen Pixeln bis heute richtig tolle und rauscharme Bilder liefert und mir wirklich Spaß macht. Durch ihre Kompaktheit ist auch die Hemmschwelle, sie einfach mitzunehmen, so gut wie nicht da. Zusammen mit meiner Fuji XF1 ein tolles Pärchen z.B. für Städte-Trips. Vielleicht stelle ich die beiden Kameras bei Gelegenheit mal näher hier vor.

Wie soll es anders sein, natürlich habe ich auch ein paar Fotos gemacht, wenn ich schon mal da war. Durch das eher suboptimale Wetter waren nicht viele „normale“ Besucher da, neben den Weltblicke-Besuchern. Das macht es dann natürlich noch einfacher. Viel Freude nun mit meiner kleinen Auswahl von heute!

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Hofgarten

Heute ohne große Worte: Ein paar Bilder vom Sonntagsausflug in den Düsseldorfer Hofgarten und zum neuen Kö-Bogen. Natürlich in Schwarzweiß. Viel Spaß dabei…

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Werkzeug…

Ein Fotograf und seine Ausrüstung… Das ist ein schwieriges Thema über welches auch schon oft und viel geschrieben und diskutiert wurde. Ist es nun so, dass die Kamera gar nicht zählt, dass es das Auge des Fotografen ist, dass Bild macht? Oder gilt doch eher der Spruch „Horses for courses“, also die passende Kamera für jedes Einsatzgebiet? Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Ohne Idee macht die beste Kamera kein gutes Bild, anders herum lassen sich manche Ideen aber einfach nicht mit jeder Kamera umsetzen.

Gerade als Hobbyfotograf (ich finde hier das englische Wort „Enthusiast“ besser, Hobby hat immer irgendwie einen nerdigen Klang) hat man ja den Vorteil, seine Kamerakäufe nicht wirtschaftlich rechtfertigen zu müssen.

Du willst es? Du kannst es Dir leisten, ohne am Hungertuch zu nagen? Kauf es!

So haben sich auch bei mir über die Jahre viele Kameras angesammelt. Manche sind geblieben, andere sahen im Internet doch reizvoller aus, als sie es am Ende waren. Sie mussten wieder gehen. Das Schöne ist, dass man einigermaßen gute analoge Kameras heutzutage fast ohne Wertverlust wieder verkaufen kann, wenn man sich nicht gerade über´s Ohr hat hauen lassen. Ich habe mir den Grundsatz zueigen gemacht, keine Kameras zu behalten, die ich nicht nutzen kann. Mit dieser Leitlinie habe ich in den letzten Monaten die „Sammlung“ wieder ganz schön ausgedünnt. Trotzdem habe ich natürlich mehr Kameras, als ich regelmäßig benutze. Einige haben sich als Favoriten herauskristallisiert, die werden des öfteren eingepackt und ihre Handhabung liegt mir. Ein paar davon möchte ich Euch jetzt zeigen.

Contax TVS

Die Contax TVS, eine der sogenannten „Edelkompakten“ aus der analogen Ära. Eine tolle kleine Kamera für Städtereisen (z.B. hatte ich sie in London dabei), die sowohl vollautomatisch als auch mit Zeitautomatik funktioniert und trotz Zoomobjektiv eine super Bildqualität hat. Als Schnappschusskamera mit Qualitätsanspruch nicht zu überbieten.

Leica IIIf

Die Leica IIIf mit versenkbarem Summicron 50/2.0. Die klassische Reportagekamera, bei mir fast immer mit Schwarzweißfilm bestückt. Die Belichtung muss per Hand gemessen werden, Automatiken sind bei dieser Kamera Fehlanzeige! Dafür hat sie eine überragende Bildqualität und die Bilder mit ihr werden irgendwie klassisch und zeitlos. Eine Legende und eine Favoritin von mir!

Polaroid SX70

Die Polaroid SX70. Kultkamera und weit mehr als die Millionen Polaroidknipsen, die einst in den Wohnzimmerschränken weltweit lagen. Die SX70 ist ein Profimodell gewesen. Eine Spiegelreflexkamera, robust und einfach nur unheimlich schön. Zusammengeklappt durchaus was für die Aktentasche. Kommt bei mir wegen der schwindelerregenden Preise von Impossible Film selten zum Einsatz. Wenn, dann überzeugt sie aber! Auch hier gibt es Beispiele im London-Beitrag zu sehen.

Rolleicord IV

Die Rolleicord IV. Die kleine Schwester der Rolleiflex. In Hinblick auf die Bildqualität ist sie der aber nicht unterlegen. Die Rolleiflex hat im Gegensatz zur ´Cord eine Kurbel zum Filmtransport, es gab sie mit Belichtungsmesser, Film weiterspulen und Verschluss spannen war ein Arbeitsgang statt zwei. Bis auf diese paar Komfort-Verbesserungen ist die Rolleicord jedoch absolut auf Augenhöhe und ich liebe sie! Könnte ich nur eine Kamera behalten, wäre sie Anwärterin auf diesen Platz.  Das Prinzip, von oben in die Kamera zu schauen und das Sucherbild spiegelverkehrt zu sehen, muss man mögen oder sich zumindest daran gewöhnen. Wenn das aber erstmal passiert ist, dann mag man das oft nicht mehr missen.

Polaroid 110a

Tja, und meine neueste Errungenschaft, eine Polaroid Pathfinder 110a. Umgebaut auf Planfilm 9×12. An dieses Schmuckstück bin ich eher zufällig geraten, nun bin ich aber unglaublich neugierig drauf, sie zu benutzen. Den ursprünglichen Film für diese Kamera gibt es seit fast zwanzig Jahren nicht mehr. Die Objektive sind jedoch legendär, weshalb sie heute oft konvertiert werden und man damit Planfilm im Format 4×5″ oder 9x12cm fotografiert. Wohl gemerkt, das beudeutet ein Negativ von 9x12cm Größe. Der Detailreichtum einer solchen Aufnahme ist gigantisch.
Der Aufwand, mit dieser Kamera zu fotografieren, leider auch. In eine Planfilmkassette passt immer nur ein Bild. Ich habe momentan zwei Kassetten, der Fotoausflug ist also schnell vorbei, wenn man sich nicht genau überlegt, was man fotografieren will. Das tut man aber für gewöhnlich. Ich plane mit dieser Kamera eher konzeptionelle Arbeiten als spontanes Um-die-Häuser-ziehen. Interessenten für Portraits unter den Lesern? Immer melden!

So, das war es für´s Erste. Meine beiden Spiegelreflexsysteme (Olympus und Canon) werde ich ein anderes Mal vorstellen.


Tiger and Turtle

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Wir haben im Ruhrgebiet nicht nur Industrie, auch die Kunst kommt bei uns nicht zu kurz und nistet sich, da schließt sich der Kreis, gern dort ein, wo die Industrie sich zurückzieht. Letzte Bastion der Schwerindustrie ist hier Duisburg, alle anderen Städte haben sich von Kohle und Stahl weitgehend zurückgezogen.

Aber auch in Duisburg sind die goldenen Zeiten vorbei, Werke machen dicht, Halden werden grün. Und auf eben solch einer Halde entstand im Rahmen von Ruhr2010 die Skulptur Tiger and Turtle. Einer Achterbahn nachempfunden wirkt das Kunstwerk schon von weitem sehr elegant und irgendwie fremd. Nähert man sich dann zu Fuß auf dem Weg die Halde hoch wird deutlich, dass das ganze Ding bestiegen werden kann. Es handelt sich im Prinzip um eine gewundene Treppe aus Stahl und bietet von oben eine tolle Aussicht auf die umliegende Industrie, die Wohnviertel und den Rhein. Bei meinem Besuch stand aber weniger die Umgebung, als viel mehr Tiger and Turtle selbst im Mittelpunkt meines Fotointeresses. Das ganze Gebilde wirkt sehr filigran und von seiner Umwelt getrennt irgendwie abstrakt. Das macht für mich den Reiz aus und das war es, was ich in meinen Schwarzweißbildern festhalten wollte.

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Schwarzweiße Impressionen

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Eben jene waren Ziel eines Wochenend-Spontanausfluges. Ich habe das Glück, nur wenige Autominuten vom ehemaligen Familiensitz der Familie Krupp entfernt zu wohnen. so dass ich diese Gelegenheit des öfteren nutze. Diesmal bin ich mit der Leica durch den Park gestreift, der Sonntag morgens kurz nach der Öffnung noch fast komplett menschenleer war. Der Park ist wunderbar, wenn man einfach einmal spazieren gehen möchte, eine kleine Oase der Ruhe mitten im Ballungsgebiet Ruhrpott. Die Villa selbst ist auch zu besichtigen, sie beherbergt eine Ausstellung über die Familie Krupp und die Firma sowie Gemälde und (wenn ich richtig informiert bin) eine Wechselausstellung. Außerdem finden dort regelmäßig klassische Konzerte statt. Den Gang durch die Gebäude habe ich mir dieses Mal allerdings gespart, weil ich eh nur einen ISO100 Film in der Kamera hatte, den ich wegen eines aufgeschraubten Gelbfilters auch noch wie ISO50 belichtet habe. Also nicht gerade ideale Bedingungen für Innenraumaufnahmen.

Ich möchte Euch gern auf einen Rundgang durch den Park mitnehmen und wünsche Euch somit jetzt viel Spaß bei den folgenden Bildern!

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Henrichshütte Teil 2

Wie schon hier geschrieben, habe ich im letzten Henrichshütte-Beitrag nicht alle Bilder dieses schönen Tages untergebracht. Während ich im ersten Teil die Industrie-Impressionen untergebracht habe, widmet sich dieser Teil den auf dem Gelände abgestellten Schienenfahrzeugen.

Die Eisenbahn gehört selbstverständlich zur Hochindustrie. Viele Entwicklungen hätten ohne sie nicht stattfinden können, die gigantischen Mengen an Rohstoffen, Abfällen und Fertigprodukten wären ohne ein Transportsystem wie die Eisenbahn nie auch nur denkbar gewesen. Auch die hunderttausende Menschen, die einst im Ruhrgebiet in der Stahl- und Kohleindustrie tätig waren, waren auf die Bahn angewiesen. Die Route Industriekultur ist sich dieser enormen Bedeutung bewusst und lässt dem historischen Erbe Eisenbahn genug Raum.

Es ist schon faszinierend, die Lokomotiven, Waggons und Triebwagen auf dem Gelände zu sehen, wie sie sich in einer Art Dämmerschlaf befinden, die Natur sich hier und da Teile zurückerobert und trotzdem, nach all den Jahren Stillstand viele der Fahrzeuge noch diesen klassischen Geruch verströmen, eine Mischung aus Stahl, Rost, Öl und noch vielem mehr. Das ist schwer zu beschreiben, das muss man wohl einfach mal gerochen haben.

Ich wanderte also zwischen den abgestellten Fahrzeuge entlang, fand spannende Details und imposante Porträts und diese möchte ich Euch jetzt hier zeigen. Also viel Spaß!

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Das Hohe Venn

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Wenn einen die Reiselust aber auch einmal packt…

Am 3. Oktober haben wir den freien Tag genutzt und sind relativ spontan früh morgens aufgebrochen, um Deutschland für ein paar Stunden zu verlassen. Belgien war unser Ziel, genauer gesagt das Hohe Venn. Diese wunderschöne und raue Hochmoorgegend erreicht man über die Eifel, am Städtchen Monschau vorbei und schon kurz hinter der Staats-grenze findet man sich auf einem Hochpleateu etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel wieder. Der Wald weicht hier ziemlich plötzlich einer windigen Ebene. Vereinzelte Bäume gibt es noch, doch links und rechts der Straße erstreckt sich schon bald das berühmte Moor. Touristisch ist die Gegend sehr gut erschlossen, denn außer einem Wanderparkplatz und einigen gut beschilderten Rundwegen braucht der Naturfreund ja nicht viel. Und beides haben wir (mit kurzer Vorabrecherche im Internet) auch auf Anhieb gefunden. Bei unserer Ankunft kämpfte sich die Sonne gerade über die Bäume und das Licht wurde immer goldener. Zusammen mit den herbstlichen Pflanzen ein faszinierendes Feuerwerk aus Rot- und Orangetönen. Der Pfad durch das Moor führt in weiten Teilen über Holzstege, um die hochempfindliche Natur nicht mehr als nötig zu belasten. Das Wandern über diese hölzernen Pfade macht das Ganze gleich noch einmal spannender, denn an manchen Ecken ist das Holz leicht moosig oder etwas morsch, so dass ein Blick nach unten hin und wieder empfehlenswert ist. Das trübt jedoch das Wandervergnügen keinesfalls, denn so geht man wenigstens mit offenen Augen durch diese faszinierende, urtümliche Landschaft, der man ihre frühere Ausbeutung durch den Torfabbau kaum noch ansieht.

Ungewöhnlich für mich, habe ich diese Serie in Farbe fotografiert, weil die Farben wie erwähnt einen Großteil des Reizes ausmachen und außerdem schlicht und einfach beeindruckend waren. In diesem Sinne viel Spaß beim Anschauen der folgenden Bilder!

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